Simulation

Die Wahrnehmung raumakustischer Situationen ist für uns Menschen eine alltägliche Erfahrung. Ohne technische Hilfe ist es trotzdem kaum möglich, die komplexen Abläufe der Schallausbreitung so zu beurteilen, dass daraus exakte Anforderungen zur Verbesserungen der Raum- akustik abzuleiten wären. Durch Erfahrung und Sachverstand ist es sicher möglich, Vorschläge zur Akustikverbesserung in etwa zu um- reißen – für eine detaillierte konzeptionelle Ausarbeitung aber ist auf- grund komplexer Anforderungen technische Hilfe notwendig. Auch ginge man ein unnötiges Risiko ein, wenn Maßnahmen umgesetzt werden, die erst in der Praxis getestet und sich dort als ungeeignet erweisen würden.

Die softwaregestützte Raumsimulation bietet die Chance, solche Risiken weitgehend zu minimieren und eine Vielzahl an Verbesserungsmaßnahmen schon vor der Umsetzung in einer Simulation zu testen, um dann die am besten ge- eigneten auszuwählen. Dieses Vorgehen läßt sich als das “Nachbauen” des betreffenden Raumes in der Software beschreiben. Mit dem Ziel, optimale Werte für die akustischen Anforderungen an diesen Raum zu ermitteln, sind dabei virtuell die akustisch wirksamen Parameter veränderbar. Ein weiterhin mögliches Verfahren ist das Einbringen von Lautsprechern in den virtuellen Raum, deren Abstrahlverhalten zu simulieren und durch eine sogenannte “Auralisation” den Raumklang hörbar zu machen.

Die von mir verwendete Simulationssoftware EASE stellt diese Möglichkeiten zur Verfügung und bietet eine ideale Plattform zur eingehenden Beratung. Die Entwicklung geeigneter Maßnahmen kann im offenen Dialog erfolgen und zeichnet sich durch maximale Flexibilität aus, da zu jedem Zeitpunkt der Simulation die volle Editierbarkeit gewähr- leistet bleibt. EASE ist als Standard in Industrie und Gewerbe etabliert, so dass viele Lautsprecherhersteller und An- bieter von Akustikprodukten eigens für diese Software entwickelte Datensätze zur Verfügung stellen, um die exakte Berechnung in einer Simulationen zu gewährleisten.